Wie wir leben und was wir sind

Aus der Rede des Schriftstellers Wolfgang Bittner zur Verleihung des Kölner Karls-Preises für engagierte Literatur und Publizistik

Der in Köln und Göttingen lebende Schriftsteller Wolfgang Bittner wurde dieser Tage mit dem Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik ausgezeichnet. Bittner, 1941 in Oberschlesien geboren, hatte sich nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Soziologie und Philosophie bald als Autor einen Namen gemacht. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder sowie Lyrik und Essays; er arbeitete für Zeitungen, Zeitschriften, Funk und Fernsehen. Die Bücher des mehrfach preisgekrönten Autors wurden in viele Sprachen übersetzt. Bittner ist nach dem Publizisten Werner Rügemer der zweite Träger des Karls-Preises. Gestiftet wurde der Preis von der Neuen Rheinischen Zeitung, einer unabhängigen Online-Plattform, die sich in der Tradition der Neuen Rheinischen Zeitung sieht, bei der 1848/49 Karl Marx Redakteur war. Marx ist auch der Namensgeber des Preises. ND dokumentiert die gekürzte Rede Bittners bei der Preisverleihung.

Wolfgang Bittner

Ich muss nicht hungern, ich habe ein Dach über dem Kopf, ich lebe nicht in einer kriegsgefährdeten Region, ich habe eine befriedigende Arbeit, mir geht es relativ gut. Dennoch spüre ich seit mehreren Jahren ein zunehmendes Unwohlsein, das mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in diesem Land, in dem ich lebe, und mit der Politik zu tun hat, die hier – aber auch anderswo in dieser globalisierten Welt – betrieben wird. Es ist ein Gefühl der Stagnation, der Ungewissheit, der Besorgnis, das Gefühl einer diffusen, schwer zu benennenden Beängstigung. SIE nehmen uns unsere Ruhe, SIE nehmen uns unsere Lebenssicherheit! SIE nehmen den Jüngeren ihre Arbeitsplätze, ihre Motivation und Lebensperspektive, den Älteren ihre Renten und Ersparnisse, uns allen unsere Lebensfreude.

Wer sind SIE? Es sind in ihrer großen Mehrheit die Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, eine Pseudo-Elite, die durch Geburt oder Opportunismus, durch Vetter...

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