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American Apparel: Modehersteller in Nöten

Firma schreibt rote Zahlen / Klage gegen Chef

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New York (AFP/ND). Der US-Modehersteller American Apparel ist in geschäftlichen und juristischen Schwierigkeiten. In einer Mitteilung gab die für ihre ausgefallenen T-Shirt-Designs bekannte kalifornische Kultmarke in dieser Woche einen Quartalsverlust bekannt und teilte zudem mit, dass ein Aktionär Klage gegen Firmenchef Dov Charney wegen unsauberen Geschäftsgebarens eingereicht habe. Gerüchte über einen drohenden Bankrott wies ein Unternehmenssprecher als unwahr zurück.

Den vorläufigen Geschäftszahlen zufolge verbuchte American Apparel im zweiten Quartal einen Verlust zwischen fünf und sieben Millionen Dollar (3,9 Millionen bis 5,4 Millionen Euro). Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen 7,3 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Der Absatz ging um 16 Prozent zurück, die Schulden des Unternehmens stiegen von 91 Millionen auf 120 Millionen Dollar.

Eine von einem Aktionär vor Gericht eingereichte Klage wirft Konzernchef Charney vor, er habe seine Pflichten gegenüber den Aktionären und seine Kontrollaufgaben vernachlässigt. Außerdem habe die Firma gegen die US-Einwanderungsbestimmungen verstoßen.

Die Behörden ordneten kürzlich die Entlassung von 1500 Arbeitern von American Apparel an, weil sie nicht die nötige Arbeitserlaubnis vorweisen konnten. Der Modehersteller legt großen Wert auf die Feststellung, nur in den USA zu produzieren. Mehrere Ex-Mitarbeiter hatten aber bereits wegen schlechter Arbeitsbedingungen, sexueller Belästigung und nicht gezahlter Löhne Klage eingereicht.

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