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Vom Himmel

»... und die Schleusen des Himmels öffneten sich.« Mit diesen Worten beschreibt das Buch Genesis im Alten Testament den Beginn der Sintflut, mit der Gott alle Wesen »vom Erdboden vertilgt«. Auch wenn Letzteres zum Glück (noch) kein realistisches Szenario ist und Gott in der aktuellen Berichterstattung keine Rolle spielt – der Vergleich mit der Sintflut ist der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan durchaus angemessen. Auch, weil wie in biblischen Zeiten Millionen nahezu ohnmächtig diesen Urgewalten ausgeliefert sind, die ausgerechnet einem Ort entspringen, der in den Religionen begrifflich mit Verheißungsvollem, ja, Glückseligem konnotiert ist: dem Himmel. Da ist es sinnvoll, wenn dafür verschiedene Termini existieren, wie im Englischen: »heaven« für den sakralen und »sky« für den profanen Himmel.

»Sky Warrior«, Himmelskrieger, heißt denn auch eine besonders effiziente Variante der sogenannten Kampfdrohnen. Die unbemannten Fluggeräte werden in schwer zugänglichen Gebieten zur Tötung feindlicher Kräfte eingesetzt. So im Nordwesten Pakistans von der US-Armee gegen »mutmaßliche Aufständische«. Wer sich in deren Nähe aufhält, hat Pech. Wie vier Frauen und drei Kinder, die am Montag bei einem solchen Luftangriff ums Leben kamen. Seit August 2008 starben bei US-Drohnenangriffen in der Region rund 1000 Menschen. Das sind immerhin zwei Drittel der Totenzahl in jenen Gebieten, wo die »Schleusen des Himmels« sich öffneten.

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