Die soziale Frage

Leipzig in der Revolution von 1918/19

  • Von Ulla Plener
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Erinnerung an die Revolution 1918/19 in Deutschland ist seit 1989/90 an den Rand des öffentlichen Bewusstseins gedrängt. Dabei war es diese Revolution, die Deutschland nach einem verheerenden Krieg den Frieden brachte, das Kaisertum stürzte und die parlamentarische Republik mit allgemeinem Wahlrecht, auch für Frauen, der Trennung von Staat und Kirche und wichtigen sozialen Rechten für die Lohnarbeitenden konstituiert hatte. Anliegen, Abläufe und Akteure auf beiden Seiten – der Revolution und der Konterrevolution – lassen sich wie in einem Brennglas konzentriert und konkret am Beispiel einer Stadt nachvollziehen: Leipzig. Werner Bramke und Silvio Reisinger haben dies getan.

Ihre Quintessenz: »In Leipzig und nicht, wie oft betont, in München wurden die Schlusspunkte im nationalen Revolutionsgeschehen von 1918/19 gesetzt. Die militärische ›Befriedung‹ der Messestadt im Mai/Juni 1919 und die endgültige Entmach...


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