Unter Terrorismus-Verdacht

Männer und Frauen der Revolution von 1848/49

  • Von Kurt Wernicke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Revolution von 1848/49 nimmt in der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts einen zentralen Platz ein: Zu ihr führte seit 1815 alles hin, und von ihr ging bis zur Vollendung der nationalstaatlichen Einigung Deutschlands alles aus. Das wollten verschiedene politische Kräfte, voran die Konservativen, keinesfalls eingestehen. Darum wurde diese Revolution verhöhnt, delegitimiert und als »tolles Jahr« diskreditiert. Als herausragendes Ereignis des 19. Jahrhunderts wurde an ihre Stelle die Reichsgründung von 1871 gesetzt. Allein Deutschlands politische Linke verweigerte sich dieser Geschichtsfälschung, wie etwa der Sozialdemokrat Wilhelm Blos mit seiner »Geschichte der Deutschen Revolution 1848«, die zum 50. Jahrestag erschien. Er würdigte sie als einen großen hoffnungsvollen Aufbruch, trotz aller Schwächen, und sah im Wilhelminischen Kaiserreich keineswegs den Gipfel nationaler Geschichte erreicht.

Mit dem Ende der Hohenzollernherrsch...


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