Eisenhüttenstadt: Die DDR-Mustersiedlung wird 60

Beschlossen, geplant, gebaut: 1950 begann die Errichtung eines Stahlwerks und der dazugehörigen Stadt

  • Von Leticia Witte, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie galt in der DDR als erste sozialistische Stadt. Vor 60 Jahren begann der Aufbau einer Mustersiedlung für Arbeiter, die später Eisenhüttenstadt genannt wurde. Heute hat die ostbrandenburgische Kommune mit vielen Problemen zu kämpfen. Gefeiert wird trotzdem.

Eisenhüttenstadt. Am Anfang war der märkische Boden mit seinen Bäumen. Inge Grund erinnert sich: »Wir haben kleine Bäume herausgerissen, größere gefällt. Für das Hochofenfundament haben wir die Grube ausgehoben.« In den 1950er Jahren war sie als junge Frau dabei, als im Osten der DDR ein großes Stahlwerk und zugleich die erste sozialistische Musterstadt beinahe aus dem Nichts, aber mit viel Arbeit bei Fürstenberg (Oder) wuchsen. Die Siedlung heißt seit 1961 Eisenhüttenstadt.

Die auf dem Reißbrett entstandene Stadt sollte den Arbeitern nur ein paar Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges moderne Wohnungen, ein Theater, Versorgung und Kinderkrippen bieten. An diesem Wochenende feiert die brandenburgische Stadt an der deutsch-polnischen Grenze mit einem Fest ihren 60. Geburtstag.

»Andere haben noch in Ruinen gewohnt, hier wurde mit Dekadenz gebaut«, sagt die Geschäftsführerin des Tourismusvereins Oder-Region Eisenhüttenstadt, Kathrin Henc...


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