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Ruf nach Rückkehr der Generäle wird lauter

Pakistans Regierung wird der Lage in den Überschwemmungsgebieten nicht Herr / Militär präsentiert sich als einzig funktionierende Struktur im Staat

  • Von Hilmar König
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Das Flutdesaster in Pakistan wird nicht spurlos an der Regierung in Islamabad vorbeirauschen. Nicht nur unter der Not leidenden Bevölkerung im Punjab, in Sindh und im Nordwesten, sondern auch im Ausland herrscht der Eindruck vor, die staatlichen Stellen seien überfordert, Korruption und Inkompetenz würden die ohnehin unter katastrophalen Bedingungen lebenden rund 20 Millionen Betroffenen noch hoffnungsloser machen.

Altaf Hussain, der im Londoner Exil lebende Chef der politischen Partei Muttahida Qaumi Movement, rief angesichts der prekären Lage dieser Tage das Militär auf, die Macht zu übernehmen. Er appellierte an »patriotische Generäle, kriegsrechtsähnliche Maßnahmen gegen Politiker und jene zu initiieren, die ihre Ernten retten, indem sie die Fluten auf Dörfer der Armen umleiten«. Und auch der Korrespondent der britischen Zeitung »Telegraph« glaubt: »Wenn ein Land für einen Putsch reif ist, dann ist es Pakistan. Die belagerte Regierung von Präsident Asif Ali Zardari wird an allen Fronten von Konflikten, die von Menschen gemacht sind, und einer Naturkatastrophe geplagt. In Islamabad ist das Gefühl zu spüren, dass die Rückkehr der Generäle in den Präsidentenpalast irgendwie Erleichterung bringen würde.«

Tatsache ist, dass die Streitkräfte, die sich traditionell in Pakistans Politik einmischen und als eigentlicher Machtfaktor gelten, an vorderste...


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