René Heilig 26.08.2010 / Titel

Rambos von der Arbeitsagentur

Aus der Bundeswehr ins Söldnerheer – bezahlt mit Steuergeldern, gedrillt in Israel

Drei Monate ließen sich die Ermittler Zeit, bis sie sich am Dienstag zur Hausdurchsuchung bei der Söldnerfirma Asgaard entschlossen. Sie rekrutiert Ex-Bundeswehr-Soldaten für den somalischen Bürgerkrieg. Man geht hierzulande auffällig zurückhaltend mit der Branche um.

Thomas Kaltegärtner, Ex-Bundeswehrsoldat und Chef von Asgaard German Security Group im münsterländischen Telgte, fühlte sich sicher. Daher sprach er bereits im Mai offen davon, dass er mehr als 100 ehemalige Kollegen vom »Bund« als private »Sicherheitsberater« ins bürgerkriegsgeplagte Somalia schicken will. Zollfahnder fanden am Dienstag den entsprechenden Vertrag mit dem somalischen Clanchef Abdinur Darman. Der bezeichnet sich selbst als »Präsidenten Somalias« und opponiert gegen die international anerkannte Übergangsregierung von Präsident Sharif Sheikh Ahmed, den die EU unterstützt. Unter anderem 20 Bundeswehrsoldaten bilden Sicherheitspersonal aus.

Der mutmaßliche Verstoß gegen das Somalia-Embargo der UNO könnte Kaltegärtner theoretisch 15 Jahre Gefängnis einbringen. Er muss das nicht fürchten, denn deutsche Söldnerfirmen finden in Deutschland politische Deckung.

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