Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Reggae Summer ohne Schwulenfeind

Bayern: Veranstalter sagt nach Protesten Auftritt des jamaikanischen Sängers Sizzla ab

Übersee/München (dpa/ND). Nach heftigen Protesten gegen den jamaikanischen Sänger Sizzla ist sein für diesen Sonntag geplanter Auftritt beim Festival »Chiemsee Reggae Summer« abgesagt worden. Der Musiker gerät wegen schwulenfeindlicher Texte immer wieder in die Kritik. »Gruppierungen aus dem linksradikalen Spektrum gefährden mit der Anmeldung mehrerer Demonstrationen in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes die Sicherheit der Veranstaltung«, teilte der Veranstalter auf seiner Homepage mit. Darum habe das Konzert abgesagt werden müssen. Auch ein Boykottaufruf der Grünen im bayerischen Landtag vor anderthalb Wochen habe die Sicherheit des Festivals infrage gestellt, hieß es in der Mitteilung der CRP Konzertagentur.

Der Veranstalter bedauerte die Absage des Konzertes: »Diese Unwägbarkeit hat uns, obwohl wir nachhaltig für Kunstfreiheit und gegen Zensur eingetreten sind, letztlich dazu bewogen, das Konzert abzusagen. Wir weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Künstlern wie Sizzla eine Plattform gegeben werden sollte, im Rahmen der geltenden verfassungsrechtlichen Grundsätze ihre Musik darzubieten.«

»Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, aber wenn der Hass sich der Kunst bemächtigt, darf man nicht wortlos zur Seite sehen«, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, in einer Mitteilung. »Erneut ist es dem friedlichen Engagement der Menschen vor Ort zu verdanken, dass der Hasssänger Sizzla keine Bühne bekommt.« Das Reggae-Festival findet vom 27. bis zum 29. August im oberbayerischen Übersee am Chiemsee statt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln