Tom Mustroph 27.08.2010 / Brandenburg

In der Warteschleife

Das Tanzprojekt »Pass« thematisiert Ankunft und Abschiebung im Flughafen Tempelhof

Zwischen Ankunft und Abschiebung herrscht Verunsicherung – dargestellt von der Gruppe »lis:sanga«.

Mindestens zwei Welten treffen in Berlin aufeinander, hat die Choreografin Lenah Strohmaier beobachtet: Die der hier lebenden Personen mit normalem Aufenthaltsstatus und anerkannten Papieren und die jener Menschen, die keine oder nur unzureichende Dokumente haben und die fürchten müssen, von einem Moment auf den anderen aus dem Land genötigt zu werden. »Einfach abgeschoben zu werden, ist wesentlich härter, als ›nur‹ die Arbeit zu verlieren«, sagt Strohmaier. Weil in ihrer Tanzcompagnie »lis:sanga« viele Jugendliche mitwirken, die als Flüchtlinge nach Berlin gekommen sind und selbst immer wieder um ihre Aufenthaltsberechtigung fürchten müssen, hat die Gruppe jetzt die Produktion »Pass« entwickelt. 46 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von vier bis 74 Jahren werden vom 27.-29. August auf dem Flugfeld des stillgelegten Flughafens Tempelhof ein Stück über das Ankommen und das Abgeschobenwerden präsentieren.

»Uns interessiert vor al...

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