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»Sie pokert und kungelt und zockt«

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf »Energiereise« im Emsland: Selbst im konservativen Nordwesten gibt es Protest

  • Von Velten Schäfer, Lingen
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Bei ihrem Besuch im Atomkraftwerk »Emsland« bei Lingen hat Angela Merkel den Bossen von RWE und E.on gegenüber auf ihrer Brennelementesteuer beharrt , eine weitere Abgabe für erneuerbare Energien angekündigt – und zu den möglichen Laufzeitverlängerungen geschwiegen. Ihr Besuch wurde von massiven Protesten von Atomkraftgegnern begleitet.

Die Kanzlerin ist noch nicht einmal im Anflug, als schon protestiert wird. Bereits im Morgengrauen nutzen Aktivisten von Greenpeace den Kühlturm des AKW Emsland bei Lingen als Protestplattform: »Atomkraft ist ein Irrweg, Frau Merkel« werfen sie im Morgengrauen mit einem Projektor an den Turm. Und als die dann tatsächlich erscheint und hinter dem Kraftwerkstor aus dem Auto steigt, wird es ziemlich laut – obwohl bei dem strömenden Regen, der sich über den Nordwesten gelegt hat, deutlich weniger Kernkraftgegner nach Lingen gekommen sind als eigentlich angenommen. Die Busse, die aus Städten der näheren Umgebung zur Kundgebung fuhren, waren zwar gut gebucht, aber dann doch nicht voll besetzt, heißt es bei den Organisatoren. Es liege am Wetter.

Atomparadies Emsland

Das kleine Laientheater, das die Aktivisten dann aufführen, sorgt trotzdem für Stimmung: Merkel mit einem Riesenkopf aus Pappe verhandelt nicht nur mit den als Skelette aufg...


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