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Pikante Überraschungen

»Italia Antiqua« – Etrusker und Römer vergnügen sich in Berlin

  • Von Ronald Sprafke
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Es tut sich wieder etwas auf der Berliner Museumsinsel: Seit Jahresfrist residiert Nofretete mit ihrer Familie im Neuen Museum. Und ins Alte Museum zogen nun Etrusker und Römer ein.

Szene auf einer Weinkanne, 430 v. Chr.

Eine Seitentür führt in einen kleinen Nebenraum, in ein erotisches Kabinett. Das Verständnis von Sex und Erotik der alten Griechen, Etrusker und Römer unterschied sich grundsätzlich von dem der christlich, jüdisch oder muslimisch geprägten Welt. Sex und Erotik gehörten zum Alltag, waren selbstverständliche Lebensäußerungen. Öllampen und Bronzespiegel zieren unverhüllt und unverschämt leidenschaftliche Liebesakte.

Eine amüsante schlüpfrige Episode erzählt eine Statuengruppe aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.: Ein Satyr greift eine vor ihm auf einem Felsen sitzende Nymphe an. Sie ist nicht empört, im Gegenteil, umschlingt mit ihren Beinen fest sein linkes Bein und zieht seinen Körper zu sich heran. Dabei rutscht ihr Tuch vom Schoß. Ein Blick genügt, den Satyr packt das Entsetzen, nun wehrt er die Schöne ab. Denn der wohl geformte weibliche Körper täuscht über die sexuelle Natur der Begehrten hinweg. Das verrutschte Tuch hat ein kleines männl...


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