Sabine Neubert 28.08.2010 / Kultur

Hinter den sieben Bergen

Schloss Brandenstein: Landschaftsbilder aus der DDR

Joachim Scholz: Die Pfütze (1979), Öl auf Hartfaser.

Eine außergewöhnliche Ausstellung ist zur Zeit im thüringischen Barockschloss Brandenstein zu sehen. Außergewöhnlich sind die Bilder auf den ersten Blick weniger ihrer Bildmotive und ihrer Darstellungsweise als vielmehr ihrer Odyssee wegen. Einst hingen sie in den unterschiedlichsten Kulturräumen der DDR, den Bilderstürmen sind sie entgangen, zwanzig Jahre standen sie im Depotdunkel des Kunstarchivs Beeskow. Nun erblicken sie erstmals wieder das Licht der Öffentlichkeit. Beim genaueren Betrachten allerdings beinhaltet schon der Titel der Ausstellung »Zwischen Himmel und Erde«, unter dem sie versammelt sind, viel Nachdenkens- bzw. Anschauenswertes: Waren die realen »Naherholungs«-Landschaften der DDR sehr begrenzt, so wuchsen im Laufe der Zeit bis in die achtziger Jahre hinein die Sehnsuchts-, Wunsch- und Fernzielorte, die wir mit dem Wort »Himmel« symbolisch verbinden. Denken wir an Wolfgang Mattheuers nun schon zur Ikone gewordene himmlische Freiheitsfigur hinter der sich in die Ferne windenden Autotrasse (»Hinter den sieben Bergen«).

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