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Schlechte Getreideernte

Bauernverband erwartet aber keine höheren Preise für Backwaren

Potsdam (dpa). Die Brandenburger Landwirte werden in diesem Jahr rund 15 Prozent weniger Getreide ernten als im vergangenen Jahr. Als einen Grund nannte der Landesbauernverband am Freitag die anhaltenden Regenfälle. Rund 400 000 Tonnen Getreide stehen noch auf den Halmen und können wegen völlig durchfeuchteter Äcker nicht gedroschen werden. Die Gerste sei mit einem Minus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eine positive Ausnahme. Der Rapsertrag liege um 14 Prozent unter dem Vorjahreswert, beim Weizen seien es 13 Prozent und bei der Hauptfrucht Roggen sogar 27 Prozent, berichtete der Verband.

Als Lichtblick wurden die Preise genannt. Wegen schlechter Ernten in großen Anbauländern wie Russland und der Ukraine aufgrund von Dürre gebe es einen Anstieg. Für Wintergerste werden im Schnitt 14,50 Euro pro Dezitonne gezahlt. Im Vorjahr waren es 8,25 Euro. Bei Futterweizen könnten nach zuletzt 9 Euro jetzt 16 Euro erzielt werden. Beim Raps gebe es eine Steigerung von 24 Euro je Dezitonne auf 36 Euro. »Das derzeitige Preisniveau freut alle, die im Vorfeld keine Kontraktbindung eingegangen sind. Denn nur die können jetzt von dem Preisniveau profitieren«, erklärte Landesbauernpräsident Udo Folgart. Allerdings können die Preise nur bei guter Qualität erzielt werden. Es profitieren also auch nur die Bauern, die ihr Getreide trotz der Nässe tatsächlich vom Feld holen konnten, heißt es. Die deutlich verbesserten Erlöse für die Landwirte werden nach Einschätzung des Bauernverbandes keine Auswirkungen auf die Preise für Backwaren haben. Der Rohstoffpreisanteil in der Schrippe liege bei bloß 0,5 Cent.

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