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Fürsprecher der Poesie

Goethe-Medaille 2010

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Die ungarische Philosophin Agnes Heller, der libanesische Lyriker Fuad Rifka und der US-Exilforscher John M. Spalek sind mit der Goethe-Medaille 2010 ausgezeichnet worden. Sie erhielten den offiziellen Orden der Bundesrepublik Deutschland am Samstag in Weimar für ihren Einsatz für die Eigenständigkeit der Kultur in einer globalisierten Welt, wie der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, sagte. Die Preisträger förderten das fantasievolle Gespräch zwischen Deutschland und der Welt, erklärte Lehmann. Seit 1955 ehrt das Goethe-Institut mit der Auszeichnung Persönlichkeiten, die sich besonders um die Vermittlung der deutschen Sprache und den Kulturaustausch verdient gemacht haben.

Agnes Heller, deren Leben von NS-Barbarei und der ungarischen Revolution 1956 geprägt wurde, erhielt die Auszeichnung für ihr Lebenswerk, das mehr als 40 Bücher umfasst. Darin spiegele sich ihre persönliche Biografie wider. Ihr Vater sei Opfer der Nationalsozialisten geworden, sie selbst nur knapp entkommen. Fuad Rifka wurde als unerschütterlicher Anwalt und Fürsprecher der Poesie und des dichterischen Blicks auf die Welt gewürdigt. In seinen Übersetzungen und Gedichten seien die arabische und die deutsche Dichtung keine zwei getrennten, zu vermittelnden Elemente. Sie seien vielmehr eins, hieß es in der Laudatio. John M. Spalek setze sich seit mehr als 40 Jahren unermüdlich für die Erinnerung an das deutschsprachige Exil von 1933 bis 1945 in den USA ein. Er verfasste zahlreiche Standardwerke zur Exilliteratur deutscher Autoren während der NS-Zeit. dpa

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