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Israelische Künstler gegen Siedlungen

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Jerusalem / Kairo (dpa/ND). Drei Dutzend in Israel bekannte Theaterkünstler haben mit dem angekündigten Boykott eines neuen Kulturzentrums in der Siedlerstadt Ariel im Westjordanland für Aufregung gesorgt. Israelische Medien berichteten am Sonntag, die Künstler – Schauspieler, Regisseure und Autoren – hätten einen Brief an Theaterdirektoren in Israel geschickt. Darin hieß es, sie seien aus Gewissensgründen nicht bereit, in dem Kulturzentrum aufzutreten, das im Herbst eröffnet werden soll.

»Wir möchten unsere Abscheu darüber ausdrücken, dass Theaterleitungen Auftritte in der neuen Halle in Ariel planen«, hieß es in dem Brief. »Die Schauspieler unter uns erklären hiermit, dass sie es ablehnen werden, in Ariel aufzutreten, wie auch in jeder anderen Siedlung.« In der Siedlerstadt Ariel, die im Herzen des nördlichen Westjordanlands liegt, leben knapp 17 000 Israelis. Es ist eine der Siedlungen, die Israel sich im Rahmen einer künftigen Friedensregelung einverleiben will. Die Palästinenser fordern jedoch die Räumung der Stadt, weil eine Landverbindung mit dem israelischen Kernland tief in palästinensisches Gebiet schneiden würde.

Unterdessen haben ägyptische Streitkräfte erneut ein Dutzend Tunnel in den Gaza-Streifen gesprengt. Das gaben Sicherheitskreise am Samstag bekannt. Es war die dritte Aktion dieser Art, über die im August berichtet wurde. Mit palästinensischen Behörden habe man sich vorher versichert, dass sich keine Menschen in den Gängen befanden.

Ein weit verzweigtes System von bis zu 1000 Tunneln zwischen Ägypten und dem Palästinensergebiet hat den rund 1,5 Millionen Menschen dort in den vergangenen Jahren als Lebensader gedient. Israel befürchtet vor allem Waffenschmuggel auf diesem Weg.

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