Turkmenistan braucht Sicherheit am Hindukusch

1680 Kilometer lange Gaspipeline soll bis nach Pakistan und Indien führen

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Turkmenistan will sich in die Lösung des Afghanistan-Problems einbringen. Konkrete Vorschläge dazu will die Führung der einstigen zentralasiatischen Sowjetrepublik der UN-Vollversammlung in Kürze zuleiten.

Turkmenistan geht es mit Blick auf den Nachbarn um einen Mix aus sozialen Projekten, mit denen den Taliban der Boden entzogen werden soll, und neuen politischen Mechanismen. Details, die auf einer weiteren Afghanistan-Konferenz in der turkmenischen Hauptstadt Aschchabad erörtert werden sollen, stellte Serdar Durdyjew, der für Afghanistan zuständige Abteilungsleiter im Außenministerium, dieser Tage in Moskau vor. Neben der Stärkung eigener staatlicher Strukturen – derzeit haben die USA das eigentliche Sagen – sollen den Vorrang dabei vertrauensbildende Maßnahmen haben, die den Realitäten am Hindukusch Rechnung tragen und langfristig angelegt sind.

Experten, die beides in Washingtons Afghanistan-Politik von Anfang an vermissen, horchten auf. Zu Recht. Unter Berufung auf seinen neutralen Status hatte Turkmenistan bisher kaum mit der internationalen Anti-Terrorkoalition kooperiert. Der 2006 verstorbene Machthaber Saparmurad Nija...

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