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Rückkehr des industriellen Zeitalters

Berlin wirbt mit seinen wettbewerbsfähigen Produkten und namhaften Unternehmen für den Standort

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

BMW ist dabei, Schering, Bombardier, Siemens natürlich, Daimler und so manch anderer bekannter Name. 13 Unternehmen präsentierten gestern sich und den Industriestandort Berlin zum Auftakt einer 18-monatigen Werbekampagne. Ihr Motto »Ich bin ein Berliner«, da war sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gemeinsam mit den Wirtschaftsvertretern vor Journalisten sicher, »wird auch international verstanden«.

»Berlin ist eine Industriestadt«, lautete seine Botschaft, das Bewusstsein dafür solle gestärkt werden. Die Stärken des Standortes gelte es mit der Haptstadtkampagne »beBerlin« und gemeinsam mit den großen Industriebetrieben »regional, deutschlandweit und international« herauszustellen. Dass es sich um eine Rückkehr des industriellen Zeitalters handele, deutete er mit dem Hinweis auf einen »riesigen Aderlass« im Zuge der Vereinigung an. Krieg, Teilung und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit waren Wegmarken eines steilen Abstiegs.

1,3 Millionen Euro kann im Jahr 2010 die Berlin Partner GmbH für die Verbreitung der neuen Botschaft aufwenden, informierte deren Geschäftsführer René Gurka. Das geschehe »ohne Blaumänner und rauchende Schlote«, dafür setzt man auf eine flexible und etwas abstrakte Präsentation. So erklärt das Motorrad »ich bin ein berliner«, der Smart ebenso, und die Sonne eines Solarunternehmens sagt im Falle einer Kombination mit beiden schlicht und bescheiden: »ich auch«.

Programmatisch wurde die Werbekampagne von Politikern und Wirtschaftsvertretern unmittelbar als Ergebnis der zuvor absolvierten dritten Zusammenkunft des Steuerungskreises Industriepolitik präsentiert. Dieser wurde unter Leitung des Regierenden Bürgermeisters im März 2010 eingerichtet, um die Umsetzung des Masterplanes Industrie 2010-2020 zu begleiten.

Dahinter stünden gemeinsam Senat, Wirtschaft und Gewerkschaften, betonte Wirtschaftssenator Harald Wolf (LINKE). Die Kampagne sei ein wichtiger Schritt, weitere Betriebe »für eine Ansiedlung zu begeistern«. IHK-Präsident Eric Schweitzer meinte, nun würden »Stars und Sternchen der Berliner Industrie ins Rampenlicht« gestellt.

  • Berlin hat im Verarbeitenden Gewerbe 787 Betriebe mit zusammen 103 200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Juni 2010; ohne Verlagswesen).
  • Die Aufträge aus dem Inland stiegen im 2. Quartal um 23,3 %; die aus dem Ausland um 7,1 %.
  • Die Binnennachfrage in Berlin übertraf im 2. Quartal 2010 den Vorjahresstand um 23,3 %. Bundesweit war das Plus mit 23,7 % nahezu identisch.
  • Die Berliner Industrie erreichte 2009 eine Wertschöpfung von ca. 9,1 Mrd. Euro, das ist ein Anteil von 11,3 % an der gesamten Wirtschaftsleistung Berlins mit 80,5 Mrd. Euro. Angaben: Senatskanzlei

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