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Reste der Kampfzone

Tourismus oder Barbarei: Umweltschützer und Investoren kämpfen um die Ostseeküste

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Nach dem Vorbild des »Grünen Bands« an der alten DDR-Westgrenze wollen Umweltschützer nun frühere Sperrgebiete an der Küste der Natur überlassen. Doch die Konkurrenz durch Ferien-Investoren ist groß.

Am Strand der Rostocker Heide darf die Ostsee streckenweise wieder am Ufer knabbern.

Roggow am Salzhaff verrät seine Spezialität auf den ersten Blick. Keine Pension gibt es in dem Weiler, die nicht mit einem Storch um Gäste würbe; schon am Ortseingang grüßt Meister Langbein von einem großen Schild. Erst in letzter Zeit hat »Klappi«, der landesweit bekannte Roggower Storch, symbolische Konkurrenz bekommen: Neonfarbene Holzkreuze stehen auf den Feldern und in den Gärten, ein paar sogar auf einer Fensterbank. Sie erinnern ein wenig an das X-Symbol der Kernkraftgegner im Wendland – und soll das Gleiche signalisieren: Hier geht nix! Zumindest nicht so, wie ihr das wollt.

Keine Spur von DDR-B-3429

»Seit drei Jahren hat es hier keinen Bruterfolg gegeben«, sagt Andreas Schwienhorst, ein lokaler Aktivist des Umweltverbands BUND, und dieses Jahr sei der Storch dann ganz ausgeblieben. Schwienhorst zeigt über die Weide links vom Storchenschild, wo in wenigen hundert Metern Entfernung ein paar weiße Gebäude stehen, der alte A...


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