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Italienische Zustände

In Frankreich gehen die Roma-Abschiebungen trotz Protesten ungehindert weiter

  • Von Susanne Götze, Paris
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Frankreichs Linke ist zurück und hat Präsident Nicolas Sarkozy den Kampf angesagt. Nicht nur für die eigene Rente streikten in den letzten Tagen Hunderttausende, auch gegen die fremdenfeindliche Politik der Regierung wird mobil gemacht. Die Attacken der Regierung gegen Roma und Immigranten haben mittlerweile nicht nur Menschenrechtsorganisationen, sondern auch die UNO und die EU auf den Plan gerufen. Derweil werden jeden Tag mehr Roma abgeschoben.

Vor einigen Monaten waren sie für viele Franzosen nur ein blinder Fleck im Stadtbild: Roma-Familien aus Osteuropa campen unter Autobahnbrücken, hausen in Wellblechhütten und Zelten. Wie im neu aufgebauten Lager im Pariser Vorort Saint Denis leben die Roma illegal auf einem Grundstück der Gemeinde – die Polizei kann jederzeit kommen, um Hütten und Zelte einzustampfen. Die Roma von Saint Denis wurden schon mehrmals vertrieben, immer wieder ziehen sie mit ihren Bündeln weiter, wenn sie nicht wie viele ihrer Angehörigen in ein Flugzeug nach Bulgarien oder Rumänien gesetzt werden. Ins Pariser Zentrum fahren sie nur, um vor Metroeingängen und Einkaufszentren zu betteln – eine Chance auf Arbeit haben sie kaum.

Abschiebung ist gängige Praxis

In Frankreich werden derzeit fast täglich illegale Camps von der Polizei geräumt. Allein im letzten Monat wurden über 800 Roma in ihre Heimat zurückgeschickt. Es ist vor allem die gängige Absch...


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