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Die ungeliebte Minderheit

Lage der Roma gehört zu größten Problemen in östlichen EU-Staaten

  • Von Jindra Kolar, Prag
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Roma sind überall in Osteuropa eine ungeliebte Minderheit. In keinem Land ist die Eingliederung gelungen. Umso größer ist der Ärger, wenn westeuropäische Länder ihre Integrationsprobleme auf dem Rücken der osteuropäischen EU-Mitglieder lösen wollen. Zu Regierungskonsultationen über Migrationsfragen am Montag in Paris waren die »Partner« aus dem Osten noch nicht einmal eingeladen worden.

Der blutige Überfall vom Montag vergangener Woche, bei dem ein 48-jähriger Slowake sieben Menschen erschoss, darunter mehrere Roma, hat politische Nachbeben. Der Verband der Roma in der Slowakei (URS) forderte von Regierungschefin Iveta Radicova die Abberufung des Roma-Beauftragten Miroslav Pollak.

In dem vom URS-Vorsitzenden Frantisek Tanko unterzeichneten Schreiben warf der Verband dem Regierungsbeauftragten vor, jedwede Zusammenarbeit mit dem Roma-Verband abzulehnen. »Pollak kann und will sich nicht in die Mentalität der Roma-Gemeinschaft versetzen. Er nimmt die Schwierigkeiten nicht wahr, mit denen der Verband und seine Vertreter in der Praxis konfrontiert sind.«

Auch Ladislav Fizik, Chef des Roma-Parlaments in der Slowakischen Republik, unterstrich, dass der rassistische Vorfall ein »Schlaglicht auf die gesellschaftlichen Beziehungen zwischen der slowakischen Mehrheit und der Minderheit der Roma« werfe. Fizik betonte abermals die sc...


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