Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ein Toter bei Protest gegen Koran-Verbrennung in Afghanistan

Kabul (epd). Bei gewaltsamen Protesten gegen die angekündigte Koran-Verbrennung durch einen evangelikalen Prediger in den USA ist in Afghanistan mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Wie afghanische Medien am Freitag berichteten, wurde ein Demonstrant bei Ausschreitungen vor einer NATO-Militärbasis im Norden des Landes erschossen.

Obwohl der US-Prediger seine Pläne inzwischen aussetzte, nahmen Tausende Menschen in Afghanistan an anti-amerikanischen Kundgebungen teil. Die Demonstranten versammelten sich zumeist nach dem traditionellen Freitagsgebet in den Moscheen, die an diesem Freitag wegen des Eid-Festes zum Ende des Fastenmonats Ramadan gut besucht waren.

Zuvor hatte der NATO-Oberkommandierende für Afghanistan, General David Petraeus gewarnt, die Pläne des Geistlichen könnten die Sicherheit der westlichen Streitkräfte gefährden. Die NATO hat um die 130.000 Soldaten am Hindukusch stationiert, darunter auch rund 4.000 deutsche Truppen.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai erklärte in einer Feiertagsbotschaft, man habe gehört, dass der Pastor sein Vorhaben aufgegeben habe: »Wir sagen ihm, er solle nicht einmal daran denken«. Im Nachbarland Pakistan war es bereits am Donnerstag zu Massenprotesten gekommen. Gerüchte, dass Ausländer den Koran entweiht hätten, hatten in Afghanistan bereits in der Vergangenheit zu blutigen Straßenprotesten geführt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln