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Aufräumen ohne Kurswechsel

DDR-Umweltaktivisten: Nach 20 Jahren sind noch viele Wünsche offen

  • Von Hendrik Lasch, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viele Umweltsünden der DDR sind 20 Jahre nach deren Ende beseitigt. Frühere Umweltaktivisten sind dennoch nur teilweise zufrieden: Grundlegendere Fragen nach einer ökologischeren Lebensweise sind unbeantwortet.

Der Phenolsee in Trebnitz ist verschwunden. Die Grube, in der eine Kohle-Schwelerei ihre Abfälle verkippte, war ein stinkendes Loch. Er habe geglaubt, dass »solche Orte für immer verloren sind«, sagt Michael Beleites, der unweit des Sees aufwuchs. Der See ist jetzt saniert, so wie viele Halden und Absetzteiche des Uranbergbaus im Wismut-Revier. Auf dessen strahlende Hinterlassenschaft hatte der junge Beleites erstmals öffentlich in seiner 1987 erschienen Studie »Pechblende« hingewiesen. Rund 6,4 Milliarden Euro soll die Wiederherstellung der Natur in Ostthüringen und im Erzgebirge kosten, die zu großen Teilen abgeschlossen ist.

Solche Nachrichten sorgten für Genugtuung bei einer Konferenz in Leipzig, auf der viele frühere DDR-Umweltaktivisten eine Bilanz nach 20 Jahren zogen. Sie hatten sich in kirchlichen Gruppen, beim Kulturbund und anderswo gegen Luftverpestung durch marode Industrieanlagen, die Überdüngung von Böden und Flüssen ode...


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