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Als ginge es wirklich um was

»Die Sorgen und die Macht« von Peter Hacks am Deutschen Theater Berlin

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Es ist gefragt worden, wenn denn nach all den Jahren der Ignoranz nun endlich wieder eine große deutsche Bühne Peter Hacks spiele, warum dann ausgerechnet dieses Stück? »Die Sorgen und die Macht«, geschrieben 1958/59, in dritter Fassung 1962 im Deutschen Theater Berlin zur Premiere gebracht und nach hitziger Diskussion bald darauf wieder abgesetzt, ist ein sozialistisches Produktionsstück. Es handelt von den Widersprüchen beim Aufbau des Sozialismus; als Keimzelle des Dramas darf ein offener Brief gelten, den Brandenburger Stahlwerker am 26. Februar 1958 im ND veröffentlichten. Sie beklagen darin, dass die Lieferung minderwertigen Brennstoffs sie hindere, den Plan zu erfüllen. Bei Hacks verdienen sich die Arbeiter der Brikettfabrik – 160 Prozent Planerfüllung! – eine goldene Nase an Premien, während die Leute in der Glasfabrik arm bleiben. Sie können nicht produzieren, weil die Briketts, auf die sie angewiesen sind, nichts ...


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