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Deutsche Bank erhöht Eigenkapital

Milliarden für Postbank-Übernahme gebraucht

Frankfurt am Main (dpa/ND). Die Deutsche Bank will sich zur Komplettübernahme der Postbank mindestens 9,8 Milliarden Euro frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen. Das teilte der Dax-Konzern am Sonntag in Frankfurt am Main mit. Mit der Kapitalerhöhung war nach Medienberichten der vergangenen Tage gerechnet worden. Derzeit hält die Deutsche Bank knapp 30 Prozent an dem Bonner Institut. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen nach Angaben der Deutschen Bank AG am Sonntag, ein Übernahmeangebot für die Postbank vorzulegen. Je Postbank-Aktie dürfte sich ein Preis von 24 bis 25 Euro ergeben.

Gleichzeitig fassten die Führungsgremien der größten deutschen Bank einen Grundsatzbeschluss über eine Kapitalerhöhung. Erwartet werde ein Bruttoemissionserlös von mindestens 9,8 Milliarden Euro. Die Erhöhung diene zwar »in erster Linie der Finanzierung einer geplanten Konsolidierung der Postbank«, erklärte die Bank. Sie solle jedoch zugleich »auch die Kapitalbasis mit Blick auf regulatorische Änderungen und künftiges Wachstum stärken«. Es ist geplant, das Grundkapital der Deutschen Bank AG von 1589,4 Millionen Euro um 790,1 Millionen Euro auf 2379,5 Mio Euro zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung entspreche 49,7 Prozent des bisherigen Grundkapitals.

Fest steht, dass Banken ihre Geschäfte künftig mit mehr Kapital unterlegen sollen. Das soll riskante Geschäfte eindämmen und die Kosten künftiger Krisen stärker auf die Schultern der Kreditinstitute verteilen. Noch am Sonntag wurde mit einem Beschluss der Chefs von Notenbanken und Aufsichtsbehörden über schärfere Regeln (»Basel III«) gerechnet.

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