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Der Bahnhof Erkner braucht weniger Energie

Sanierung des Empfangsgebäudes senkt den Ausstoß von Kohlendioxid um 78 Tonnen pro Jahr

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Die Arbeiten am Bahnhof gehen weiter.
Die Arbeiten am Bahnhof gehen weiter.

Am Bahnhof Erkner wird viel gebaut. Davon können sich die Leser überzeugen, die am 19. September an der ND-Herbstwanderung teilnehmen. Die Tour startet von 8 bis 11 Uhr am Bahnhofsgebäude, das derzeit für 800 000 Euro modernisiert wird. Die Mittel stammen aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung. In ganz Deutschland profitieren 2145 Stationen von einer derartigen Finanzspritze.

Am Bahnhof Erkner werden Dach, Fassade und Fenster erneuert und gedämmt, erläutert Bahnsprecher Gisbert Gahler. »Unter beheizten Bereichen wird zudem die Kellerdecke gedämmt.« Dadurch sinkt der jährliche Energiebedarf – gerechnet auf den Quadratmeter – von 1175 auf 609 Kilowattstunden. Dadurch wird der Ausstoß von 78 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden, der Ausstoß des klimaschädlichen Gases um 47 Prozent gesenkt.

Durch die im Frühjahr begonnenen Baumaßnahmen werde der Bahnhof Erkner gemäß der Energiesparverordnung von 2009 fit gemacht, erläutert Gahler. Bis Ende des Jahres will man damit fertig sein. Im kommenden Jahr sollen die Vermarktungsflächen im Erdgeschoss »kundenfreundlicher angeordnet und attraktiver gestaltet« werden. »Später sollen auch die S-Bahnsteige erneuert werden«, verrät Gahler. Bereits zuvor entstanden zwei neue Regionalbahnsteige. Sie überbrücken die Bahnhofstraße.

Mehr als 8000 Fahrgäste nutzen den Bahnhof Erkner täglich. Er gehört zu den Stationen an der Strecke des Regionalexpresses 1, der zwischen Magdeburg und Eisenhüttenstadt verkehrt. Zu den Zwischenstationen gehören Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder). Die Berliner S-Bahnlinie 3 hat in Erkner ihren Endhaltepunkt.

Die Eisenbahnstrecke von Berlin nach Frankfurt (Oder) mit Halt in Erkner wurde 1842 eröffnet. Vier Jahre später fuhr die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn von Berlin über Erkner nach Breslau. 1891 sorgte die Einführung eines Berliner-Vorort-Personentarifs mit erheblich reduzierten Fahrpreisen dafür, dass Menschen, die in Berlin arbeiteten, Erkner als Wohnort für sich entdeckten. 1928 war die Strecke nach Erkner elektrifiziert, und 1998 hielt der Regionalexpress 1 das erste Mal in Erkner.

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