Damit Banken nicht mehr das Geld ausgeht

Mit neuen Eigenkapitalregeln wollen die Finanzaufseher Banken fit für die nächste Krise machen / »Basel III« soll Geldhäuser zwingen, angemessen für schlechte Zeiten vorzusorgen

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Privatbankenlobby konnte bei den Verhandlungen über eine »Basel-III«- Reform strenge Eigenkapitalvorschriften verhindern.

Dass selbst Großbanken das Geld ausgehen kann, war eine der Erkenntnisse der internationalen Finanzkrise, die sich am Mittwoch zum zweiten Mal jährt. Als die US-Immobilienblase platzte, saßen zahlreiche Institute auch in Europa auf gewaltigen Beständen an hypothekenbasierten Wertpapieren, die rasant an Wert verloren. Dies machte in den Bilanzen gewaltige Wertberichtigungen notwendig. Die dadurch entstandenen Löcher mussten gestopft werden, was mangels Gewinnen in anderen Geschäftsbereichen nicht aus eigener Kraft gelang. Neues Eigenkapital musste her – etwa durch Ausgabe neuer Aktien am Finanzmarkt. Dies gelang aber nur kurzzeitig – später meldeten einfach zu viele Geldhäuser Kapitalbedarf an. Endgültig vorbei war es dann mit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, die den letzten Beweis erbrachte, dass eine Investition in Bankaktien zu risikoreich war. Der Kapitalmarkt war förmlich ausgetrocknet; zahlreiche Geldinst...


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