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Belgien: Berichte »lassen erschauern«

Katholische Kirche zu Missbrauchsskandal

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Die katholische Kirche in Belgien will sich nach den jüngsten Vorwürfen von Kindesmissbrauch durch Priester stärker um die Opfer kümmern.

Brüssel (AFP/ND). Es gehe darum, den Opfern »persönliche Aufmerksamkeit« zu geben und »ihre Würde wiederherzustellen«, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof André-Joseph Léonard, am Montag in Brüssel. Die jüngsten Zeugnisse über mutmaßlichen Missbrauch hätten ihn »erschauern lassen«.

Die belgische Kirche wolle »aus den Fehlern der Vergangenheit die notwendigen Lehren ziehen«. Sie plane dafür auch ein »Zentrum der Anerkennung, Versöhnung und Heilung«, sagte Léonard als höchster katholischer Würdenträger in Belgien.

Welche Aufgaben das Zentrum genau haben soll, war noch unklar. Es könne hoffentlich vor Weihnachten geöffnet werden, sagte der Antwerpener Bischof Johan Bonny. Es soll unter anderem mit der Justiz zusammenarbeiten, um Missbrauchsvorwürfe zu überprüfen. Ein Opferverband monierte bereits die mangelnde Unabhängigkeit der geplanten Einrichtung. Es könne kein solches Zentrum »über Verbrechen in einer Institution geben, das von dieser Institution selbst kontrolliert wird«, kritisierte die Sprecherin der Vereinigung »Menschenrechte in der Kirche«, Lieve Halsberghe.

In der katholischen Kirche Belgiens haben Priester nach einem Untersuchungsbericht in den 60er bis 80er Jahren mindestens 475 Kinder sexuell missbraucht. Zu diesem Ergebnis kam eine unabhängige Kommission, die am vorigen Freitag ihren Abschlussbericht vorstellte. »Es ging um oralen und analen Missbrauch, um Masturbation, mit anderen Worten, es ging um schwere Fälle», sagte der Kommissionsvorsitzende, Kinderpsychiater Peter Adriaenssens.

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