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Das kann sich keiner leisten

Nissrine Messaoudi wünscht Kindern bessere Zukunft

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Eigentlich sind Kinder eine Bereicherung. Doch Kinder lohnen sich in Deutschland nicht. Vor allem Berliner sollten zweimal nachdenken, bevor sie sich fortpflanzen. Denn hier sind laut Kinderschutzbund rund 40 Prozent der Kleinen bedürftig. Besonders kritisch wird es für Familien, die sich sogar mehr als nur einen Nachkommen wünschen. Sie gehören damit nämlich zur »Risikogruppe« – je kinderreicher, desto ärmer.

Für ein reiches Land wie Deutschland ist diese Situation eine Schande. Zynisch erscheinen dabei die Forderungen einiger Politiker: Frauen (am besten mit akademischen Abschluss) sollen angesichts des demografischen Wandels mehr Kinder gebären. Dafür schaffen weder Politik noch Wirtschaft eine familienfreundliche Basis. Es sind nämlich vorwiegend zivilgesellschaftliche Gruppen und Vereine, die sich um arme Kinder kümmern, ihnen kostenlose Nachhilfe oder Sportangebote bieten.

Aber Berlin ist nicht nur trauriger Spitzenreiter. Immerhin übernimmt die Hauptstadt bei zwei Kernpunkten, die die Zukunftsperspektiven der »Risiko-Kinder« verbessern, eine Vorreiterrolle. Das Berliner Kita-Angebot für Kinder unter drei Jahren ist deutschlandweit das Beste. Die Schulreform, die beispielsweise in Hamburg abgelehnt wurde, ist hier mit dem neuen Schuljahr eingeführt worden.

Das ist zwar nicht genug, aber ein Anfang. Bleibt zu hoffen, dass die alarmierenden Zahlen ein Umdenken bewirken. Arme Kinder kann sich keiner leisten. Weder Berlin noch der Rest der Republik.

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