Werbung

Paris verbietet Vermummung

Gesetz zielt vor allem auf den Schleier muslimischer Frauen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Paris/Jakarta (AFP/dpa/ND). Das Burka-Verbot in Frankreich ist beschlossene Sache. Der Senat in Paris votierte für die Gesetzesvorlage, der im Juli bereits die Nationalversammlung zugestimmt hatte. Das Gesetz verbietet generell die Vermummung in der Öffentlichkeit und nicht nur von muslimischen Frauen getragene Schleier wie die Burka oder den Nikab.

Das von Präsident Nicolas Sarkozy und der konservativ-rechten Regierung vorangetriebene Gesetz sieht für Verstöße gegen das Vermummungsverbot ein Bußgeld von 150 Euro vor. Alternativ oder zusätzlich kann Burka-Trägerinnen die Teilnahme an einem Kurs in Staatsbürgerkunde verordnet werden. Männer, die Frauen zum Tragen eines solchen Schleiers zwingen, müssen mit bis zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 30 000 Euro rechnen. Sind die Betroffenen minderjährig, kann die Strafe sogar verdoppelt werden.

Justizministerin Michèle Alliot-Marie betonte vor der Abstimmung, dass es bei dem Gesetz nicht um Fragen der Sicherheit oder Religion gehe. Sein Gesicht zu verhüllen widerspreche den republikanischen

Das höchste islamische Gremium in Indonesien verurteilte das Verbot in Frankreich. »Für muslimische Frauen im Nahen Osten ist die Verschleierung des Gesichts Teil ihrer Kultur und ihres Glaubens. Wenn sich das französische Parlament wirklich für die Menschenrechte einsetzen will, sollte es den Frauen erlauben, sich in der Öffentlichkeit zu verschleiern«, sagte der Vorsitzende des Rates der islamischen Rechtsgelehrten, Amidhan, am Mittwoch.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

nd-Kiosk-Finder