Traditioneller Cent mit »G« – wie Guttenberg?

Wolgast: Kiellegung der »Bonn« – Verteidigungsminister spendiert dritten Einsatzgruppenversorger

  • Von René Heilig, Wolgast
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während am Donnerstag im Berliner Bundestag um die Etatkürzung für Hartz-IV-Opfer gestritten wurde, flog der Verteidigungsminister mal schnell zur Wolgaster Peenewerft, um bei der Kiellegung eines neuen Kriegsschiffes einen Nagel einzuschlagen. Unterwegs, so sagte er, habe es Turbulenzen gegeben.

Nägel mit Tradition

Turbulenzen? An der Küste herrschte ein etwas böiger Westwind. Doch das ist man da gewohnt. In der fürs Zeremoniell herausgeputzten Schiffbauhalle spürte man nur Aufwind. Schließlich wurde zum ersten Mal auf einer Ostwerft die Kiellegung eines Schiffes der Bundeswehr zelebriert. Auf festlich gedeckten Tischen funkelten Kerzen, Kellnerinnen trugen O-Saft und Sekt durch die Reihen der Anzug- und Uniformträger. Die »Location« passte irgendwie zum kommandierenden Freiherrn – etwas schräg, doch sehr gehoben. Draußen sammelten derweil Werftarbeiter die letzten Papierschnipsel von der Pier.

Von der Decke herab hing ein Stahlteil an kräftigen Seilen. Wer etwas schiffbautechnische Fantasie besitzt, der konnte sich das Teil schon als Bestandteil eines Kiels vorstellen. Vor der Konstruktion stand ein marineblau gestrichener Sockel, darauf ein edles Holzstück mit Plakette, vier Nägeln und einem aufgeklebten Ein-Cent-Stück.

Das sei, so sagten z...


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