Die Intelligenz der Vielen

Natur- und Sozialwissenschaftler enträtseln die Geheimnisse des Schwarmverhaltens

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Bei der Konstruktion technischer Geräte orientiert sich der Mensch schon seit Langem an Problemlösungen aus der Natur. So diente die Löwenzahnfrucht einst als Vorbild für den Fallschirm. Künstliche Oberflächen reinigen sich heute von selbst nach einem Prinzip, das zuerst bei Lotuspflanzen entdeckt wurde. Und das sogenannte bionische Auto ist der Struktur des Kofferfischs nachgebildet.

Aber nicht nur bei der Entwicklung technischer Apparate lohnt es sich, von der Natur zu lernen. Seit Jahren ist namentlich das Schwarmverhalten von Fischen, Vögeln und Insekten zum Gegenstand der Sozialforschung geworden. Denn obwohl diese Tiere nur über ein begrenztes Verhaltensrepertoire verfügen, vollbringen sie im Kollektiv Leistungen, die fast magisch anmuten. Man denke etwa an einen Vogelschwarm, der wie auf Kommando seine Flugrichtung ändert. Die nahe liegende Vermutung, dass ein solcher Schwarm einen »Anführer« hat, dem alle nacheifern, gilt heute...


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