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Gorleben – hochexplosive Zeitbombe

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Während die Bundesregierung die Möglichkeit zur Enteignung von Grundbesitzern in Gorleben im neuen Atomgesetz festschreiben will, sehen Umweltschützer den Standort nach neuen Aktenfunden am Ende. Im Bereich des Salzstocks Gorleben-Rambow lagern offenbar große Gas- und auch Ölvorkommen. Bei einer Bohrung vor Jahrzehnten gab es Tote und Verletzte. »Gorleben ist hochexplosiv«, warnt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Die Linksfraktion im Bundestag spricht von einer »Zeitbombe, die in Gorleben tickt«.

Mitarbeiter der LINKEN-Bundestagsabgeordneten Dorotheé Menzner konnten in Stralsund die »Bohrakte E-Rambow 12/69« einsehen, die seit 41 Jahren unter Verschluss gehalten wird – zunächst von der DDR, später von Bundesbehörden. Seit Mitte der 1950er Jahre wurde demnach im Salzstock nach Gas und Öl gesucht. Bei Lenzen am östlichen Elbufer stießen die Techniker auf ein Gas-Laugen-Gemisch.

Aus anderen Quellen wurde bekannt, dass diese Bohrstelle am 25. Juli 1969 explodierte. Das Gas-Gemisch hatte sich am glühenden Auspuff eines Antriebsmotors entzündet. Der Bohrstellenleiter starb, sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. Ein von ehemaligen Beschäftigten des »VEB Erdöl und Erdgas« veröffentlichtes Buch zitiert den Leiter einer Nachbarbohrung: »Die Hitze war unvorstellbar. In den Wagen schmolzen die Glasscheiben. In der Schmiede explodierten Gasflaschen.«

Der Bohrturm krachte zusammen. Rund 250 Feuerwehrleute versuchten vergeblich, den Brand zu löschen. Erst nachdem sich die Bohrung durch auskristallisiertes Salz zugesetzt hatte, konnten die Arbeiter eine Gasfackel anschließen und das Feuer unter Kontrolle bringen.

»Wenn bereits in 3300 Metern Tiefe im Salzstock größere Gas-Gasolin-Gemische anstanden, dann bedeutet dies für ein Atommülllager den Todesstoß«, sagt der Geologieprofessor und frühere Gorleben-Gutachter, Klaus Duphorn. RP

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