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MEDIENsprech

HEUTE: E-BOOK

Ein Kaffee »To go« ist kein Kaffee aus dem westafrikanischen Land Togo, das ist klar. Was aber ist ein Facebook? Jedenfalls kein Buch der Gesichter. Ähnlich verwirrend sind andere Begriffe des modernen Mediensprechs.

Mein Nachbar ist ein computerverrückter und technikbegeisterter Zeitgenosse. Man kann mit gutem Recht sagen, dass er sein ganzes Leben computerkompatibel ausgerichtet hat. Beispielsweise wird jeder Brief, den er erhält, eingescannt, auf der Festplatte gespeichert und anschließend weggeworfen. Aktenordner kennt mein Nachbar nicht – und auch keine Bücher. Wenn er denn mal ein Buch lesen will, zum Beispiel im Urlaub, druckt er sich die Seiten aus, denn er verfügt über ein umfangreiches Buch-Archiv in elektronischer Form auf seinem PC.

Von den sogenannten E-Books hält mein Nachbar dennoch nichts. Da ist er ein Konservativer. Wenn schon einen Roman lesen, dann möchte er auch das Papier rascheln hören. Das geht mit E-Books allerdings nicht. Hier können Bücher an kleinen Bildschirmgeräten gelesen werden, die das klassische Buch in Form, Größe und Darstellung imitieren. Es sieht aus wie ein Buch, ist aber keins. Der Leser kann das Papier nicht fühlen, seine Konturen, die Oberfläche nicht ertasten. Das E-Book wird sich wohl nie durchsetzen – es sei denn, die Computerfreaks entwickeln einen kleinen Chip, den man ins Gehirn einsetzen kann und der die haptische Wahrnehmung virtuell simuliert. jam

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