Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Schmerz ohne Krankheit

Bei Brustbeschwerden kann häufig ein Psychologe helfen

  • Von Walter Willems
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Schmerzen in der Brust haben oft keine klare Ursache. Auch wenn Mediziner Herzerkrankungen und andere organische Ursachen ausschließen, pilgern viele Patienten weiter zu Kardiologen – manchmal jahrelang. Zu einem Psychologen wagt sich dagegen kaum jemand, wie eine Studie zeigt.

Schmerzen, Brennen oder Stechen in der Brust – diese Symptome können auf Herzprobleme hindeuten und sollten unbedingt abgeklärt werden. Aber: »Bei 80 Prozent dieser Patienten gibt es keinen kardiologischen Hintergrund«, sagt der Kardiologe Thomas Münzel von der Uniklinik Mainz. »Brustschmerzen können extrem viele Ursachen haben.« Mitunter steckt die Lunge dahinter, manchmal der Magen, gelegentlich der Rücken – und oft die Psyche.

Auch wenn Ärzte organische Ursachen ausschließen, verschwinden die Beschwerden eher selten. Stattdessen werden sie meist mit der Zeit chronisch, wie die Studie der Universität Marburg zeigt. Die Forscher beobachteten den Alltag in 74 hessischen Hausarztpraxen. Nur bei einem Drittel der 1212 Patienten, die über Brustschmerzen klagten, konnten die Mediziner die Ursache klar orten. 179 hatten Probleme am Herzen, 226 an anderen Körperteilen.

Das eigentliche Interesse der Wissenschaftler galt aber dem Sch...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.