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Wut, Welt, Worte

Polit Poetry Slam

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Kunst der Slampoeten, die mit hitzigen Textvorträgen um die Gunst ihres Publikums streiten, ist selten im großen Saal eines Hauptstadttheaters zu finden. Poetry Slams und Vorlesebühnen, Formen der seit zwei Jahrzehnten sich ausbreitenden Live-Literatur, haben für gewöhnlich in Klubs und Kneipen ihr Zuhause. Dort herrscht Konzertatmosphäre: ausgelassen, feierlaunig. Die »Songs« sind Kompositionen aus Worten, die Stimme des Poeten ist das einzig zugelassene Instrument. Manche der Spoken-Word-Künstler haben es in ihrer Disziplin zur Meisterschaft gebracht – und einige jetzt eben auch auf die Bretter der Volksbühne. Vor etwa hundert Gästen – genug, um einen Kneipenkeller zu fluten, zu wenig, um den Theatersaal zu füllen – präsentierten sie hier am Sonntagabend »Manifeste zur Stadt Berlin«.

So zumindest stand es auf den Ankündigungszetteln für den »Polit Poetry Slam«. Wer unter einem Manifest aber eine politisch-program...


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