Der Tod auf dem Oktoberfest

Vor 30 Jahren legte ein rechtsradikaler Student eine Bombe auf der Theresienwiese

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Trotz seiner Kontakte zur Wehrsportgruppe Hoffmann gilt Gundolf Köhlers verheerendes Attentat auf das Oktoberfest am 26. September 1980 als Aktion eines frustrierten und hasserfüllten Einzeltäters.

Das 146. Oktoberfest war ein Publikumsmagnet. Mehr als fünf Millionen Besucher kamen zum größten Volksfest der Welt nach München. Am Abend des 26. September 1980 geschah das Unfassbare. An der Nordseite der Theresienwiese, nahe dem Haupteingang zum Festareal, kam es gegen 22.20 Uhr zu einer gewaltigen Explosion. In einem metallenen Abfallkorb, befestigt an einem Verkehrsschild, war eine Bombe explodiert.

Die Folgen waren verheerend. Als die Rettungskräfte eintrafen, fanden sie in einem Umkreis von 23 Metern Tote und Verletzte. 13 Menschen starben bereits am Tatort oder später in den Krankenhäusern, 211 Menschen wurden verletzt, 68 davon schwer. Manche trugen schlimmste Verbrennungen davon. Bei der Bombe hatte es sich um einen selbstgebauten Sprengkörper gehandelt. Zahlreiche Personen wurden durch Metallsplitter verletzt, was Amputationen von Gliedmaßen und Organentnahmen unvermeidlich machte.

Am nächsten Tag ging das Oktoberfest weiter...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.