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Perspektivlos in der Waldkaserne

Nach Hungerstreik in mecklenburgischem Flüchtlingslager soll es Verbesserungen geben

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Über zehn Tage verweigerte ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein die Nahrungsaufnahme. Der Protest richtete sich gegen schlechte medizinische Versorgung – und zu lange Aufenthaltszeiten.

Früher bewachten die Bewohner der Waldkaserne bei Nostorf-Horst die Grenze der DDR. Heute fängt dort nur noch ein anderes Bundesland an – die Grenze aber darf von einem großen Teil der jetzigen Bewohner noch immer nicht überschritten werden. Andere dagegen dürfen eigentlich zwar auch nicht nach Schleswig-Holstein rübermachen, dafür aber Transit ins unweite Hamburg fahren. Die Verhältnisse in der alten Kaserne, die heute etwa 300 Flüchtlinge beherbergt, sind so kompliziert wie das Asylrecht.

Die Unterschiede in der individuellen Reichweite der Bewohner etwa erklären sich dadurch, dass Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern das Areal gemeinsam nutzen. Horst dient als Zentrale Erstaufnahmestelle (ZEA) von Hamburg und von Mecklenburg-Vorpommern – und zugleich als Landesgemeinschaftsunterkunft (LGU). Wer aber ZEA-Bewohner ist, also gerade einen Asylantrag gestellt hat, soll eigentlich nach drei Monaten »weiterverteilt« werden. LGU-M...


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