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Befreiung für Union

Köpenicker feiern beim 2:0 gegen Duisburg den ersten Saisonsieg

Das Drama um die Erfolglosigkeit beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union hat ein Ende gefunden. Die Berliner konnten am 6. Spieltag endlich ihren ersten Saisonerfolg erringen. »Wir sind alle erleichtert. Der Sieg war absolut verdient«, freute sich Union-Trainer Uwe Neuhaus nach dem gestrigen 2:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg im Stadion An der Alten Försterei.

Der 50-jährige Fußball-Lehrer konnte direkt nach dem Abpfiff aber nicht ausgelassen jubeln. Erst einmal holte sich Neuhaus im Mittelkreis von Mannschaftsarzt Björn Jörgensen und Physiotherapeut Frank Placzek das ärztliche Bulletin ein. Im Verlauf der kampfbetonten Begegnung, in der sich die Überlegenheit der Gastgeber vor allem im zweiten Durchgang herauskristallisierte, waren mit Ahmed Madouni und Michael Parensen zwei Köpenicker verletzt ausgeschieden.

Madouni hatte Probleme mit der Schulter. Parensen, der erst zum dritten Mal nach seiner schweren Knieverletzung im März wieder auf dem Feld stand, musste nach einem Foul des Duisburgers Julian Koch vom Platz getragen werden. Es handelte sich erneut um eine Knieverletzung, ein Kreuzbandriss soll aber nicht vorliegen. Die Union-Fans unter den 11 379 Zuschauern hatten ein feines Gespür für die Tragödie. »Parensen, Parensen« skandierten sie mehrfach, auch nach dem Abpfiff und dem Jubel über den ersten Erfolg.

Gegenüber der Startelf bei der deutlichen 1:4-Niederlage beim VfL Osnabrück am vergangenen Mittwoch hatte Union vier Änderungen vorgenommen. Für Daniel Göhlert, Björn Brunnemann, John Jairo Mosquera und Karim Benyamina dürften sich diesmal Christian Stuff, Chinedu Ede, Santi Kolk und Halil Savran von Beginn an probieren. Angesichts des Absturzes auf Abstiegsrang 17 verwunderten die Wechselspielchen von Trainer Neuhaus nicht.

Am nächsten Sonntag beim Auswärtsspiel bei 1860 München stehen aber nicht nur wegen der bedauerlichen Verletzungen schon wieder Veränderungen an. Santi Kolk, der Torschütze zum 2:0 nach toller Vorarbeit von Dominic Peitz (83.), erhielt zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte. Der Holländer hatte eine Entscheidung von Schiedsrichter Christian Schößling beklatscht. »Ich wusste nicht, dass man das nicht darf. In Holland war das nicht so«, versuchte Kolk zu erklären.

Der Sieg und das Verlassen der Abstiegsränge überstrahlten dennoch diese völlig unnötige Hinausstellung. »Das ist genau das, was wir gebraucht haben. Beim 2:0 sind mir viele Steine vom Herzen gefallen«, meinte der wie entfesselt aufspielende Defensivmann Dominic Peitz. Auch Kapitän Torsten Mattuschka, dem kurz nach der Pause das wichtige 1:0 gelang, war die Erleichterung anzusehen. Nach seinem Treffer in der 48. Minute nach schöner Vorarbeit des Ex-Duisburgers Chinedu Ede forderte Mattuschka das Publikum zu noch mehr Unterstützung auf.

Nötig war das eigentlich nicht. »Wir haben gut begonnen, aber Union hat mehr investiert«, monierte MSV-Trainer Milan Sasic. Der Duisburger Coach zeigte sich von der Atmosphäre im Köpenicker Stadion beeindruckt. Als Ausrede für die Niederlage wollte er sie aber nicht gelten lassen.

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