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Faustschläge ins Gesicht – oder nicht?

In Rostock steht ein Polizist vor Gericht – er soll beim G8-Gipfel 2007 einen Verhafteten misshandelt haben

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Rostock hat der letzte Prozess im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm begonnen. Diesmal gegen einen Polizisten aus Berlin, der einen Festgenommenen mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll.

Dass Berliner Polizisten grundlos zuschlagen können, hat sich vor etwa einem Jahr bei der letzten großen Datenschützer-Demonstration in Berlin gezeigt. Auf offener Straße verprügelte ein Beamter einen aufgebrachten, aber nicht bedrohlichen Mann, der zudem ein Fahrrad schob. Da die Szene gefilmt wurde und schnell im Internet die Runde zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen und zu den »seriösen« Zeitungen machte, blieb dieser Übergriff nicht folgenlos für den Täter.

Schwerer vorstellbar scheint, dass es in deutschen Bereitschaftspolizeieinheiten – zumindest zum Zeitpunkt des G8-Gipfels in Heiligendamm im Sommer 2007 – sogar üblich gewesen sein könnte, Gefangene ins Gesicht zu schlagen, um sie zu »beruhigen«. So hat es aber ein Berliner Beamter in Rostock vor zahlreichen Augen- und Ohrenzeugen beiläufig ausgesagt – im Prozess gegen eine Demonstrantin, etwa ein Jahr vor dem erwähnten Vorfall.

Zwar nicht dieser, aber immerhi...


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