Werbung

Gruselig

Andreas Fritsche hält wenig vom CDU-Vorschlag

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Warum wieder ein Wachturm am Checkpoint Charlie? Aber warum auch nicht? Denn schießlich lässt sich mit Stasi-Fällen und DDR-Gruselkabinetten so herrlich Politik machen. Die Bürger interessiert es zwar nicht, die haben heute andere Sorgen. Aber für eine dicke Schlagzeile oder wenigstens eine kleine Meldung reicht es allemal. Da lebt der Oppositionspolitiker auf. Gestalten kann er ja gerade nicht. Damit muss er warten, bis seine Partei wieder mal ans Ruder gelangt.

Allerdings ist der Berliner CDU-Abgeordnete Uwe Lehmann-Brauns ein gestandener Mann. Dergleichen hat er eigentlich nicht mehr nötig. Vermutlich liegt ihm sogar wirklich daran, dass Touristen an dieser Stelle Spuren der Spaltung der Stadt entdecken können. Derzeit suchen sie dort ziemlich vergeblich danach. Die komplette Mauer war einst Ergebnis und Ausdruck des Kalten Kriegs. Heute sind ihre Überreste ein Wirtschaftsfaktor. Orte wie der Checkpoint Charlie sind Rummelplätze, an denen Geschichte kommerziell ausgebeutet wird.

Einen geeigneten Turm machte Lehmann-Brauns im Alliierten-Museum in Dahlem ausfindig. Einmal verlorene Denkmale sind aber kaum zu ersetzen. Die Aufstellung des anderen Wachturms am Checkpoint Charlie hätte mit seriöser Denkmalpflege fast so wenig zu tun wie der geplante Wiederaufbau preußischer Stadtschlösser.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!