Edelbert Richter 02.10.2010 / Politik

Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung

Was aus einer großen Hoffnung im Prozess der deutsch-deutschen Vereinigung wurde

Anfang der 80er Jahre wurde dem ökumenischen Rat der Kirchen vorgeschlagen, ein Weltkonzil des Friedens einzuberufen. Da es Schwierigkeiten gab, das Konzil zustande zu bringen, trat an die Stelle des Ziels der Weg: der Konziliare Prozess.

Ich hatte die deutsche Einigung lange herbeigewünscht, war aber dann über die Art und Weise, wie sie zustande kam, einigermaßen verwirrt und enttäuscht. Warum nur? Zunächst, weil ich zu den christlichen Oppositionsgruppen in der DDR gehörte, die – im Rahmen des Konziliaren Prozesses – Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung auf ihre Fahnen geschrieben hatten.

Wir dachten bei Begriff Frieden angesichts des Wettrüstens an »intelligente Feindesliebe« (Carl Friedrich von Weizsäcker), eine Sicherheitspartnerschaft zwischen West und Ost, wie sie sich seit Gorbatschow zu entwickeln schien. Beim Begriff Gerechtigkeit dachten wir an einen Abbau des Gegensatzes zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden dieser Erde – wohl wissend, wie groß die Hindernisse waren. Unter Bewahrung der Schöpfung schließlich verstanden wir den Übergang zu umweltverträglicheren Produktionsmethoden, einer bescheideneren Lebensweise, ei...

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