Subversive Hommage

JOACHIM RINGELNATZ »in memoriam« – eine Ausgrabung

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ein Buch kehrt zurück, das es eigentlich nicht gab. Niemand wusste von ihm, kein Biograf hat es erwähnt. Es erschien mitten in Hitler-Deutschland, gedruckt im angesehenen Haus Poeschel & Trepte in Leipzig und erinnerte an den Dichter und Maler Joachim Ringelnatz, den die Nazis zu den Entarteten rechneten. Seine Auftritte in Deutschland hatten sie verboten, die letzten Bücher beschlagnahmt. Er gastierte, ohne Einkünfte nun, angewiesen auf die Hilfe von Freunden und Bewunderern, Anfang 1934 noch einmal in der Schweiz, wo er schwer erkrankte, und starb am 17. November 1934 in seiner Wohnung am Berliner Sachsenplatz.

Im April 1937 dann dieses Buch, eine Liebeserklärung, die sich dem Schweigen, der Verfemung widersetzte: »In memoriam Joachim Ringelnatz«, ein Privatdruck in fünfhundert Exemplaren, Hommage und Konterbande, die der Öffentlichkeit verwehrt blieb.

Wie das Bändchen zu den Abnehmern ...

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