Hans-Dieter Schütt 05.10.2010 / Kultur
Buchmesse Frankfurt am Main

Staub und Marmor

DURS GRÜNBEIN sucht nach dem »Aroma« von Rom

Wer will, wer sieht schon das reale Rom! Noch im Beschreiben der dortigen Katzen haben Schriftsteller wie Koeppen und Kaschnitz, Eich und Bachmann die Zeitvorhänge zerrissen und sind gern kapitulierend dem Mythos verfallen wie einem prunkenden Dämon. Rom ist keine Stadt, Rom ist Anlass für jeweils Heutige, sich in die Geschichte zu verlieren; demütig der eine, berauscht der andere; der eine provokant auf Ernüchterung aus, von der er ahnt, dass sie ihm nicht gelingen, der andere von Hingabe getrieben, von der er fühlt, dass sie ihn nicht loslassen wird; verzaubert waren und sind am Ende alle gewesen und geblieben.

Noch gegen den Einwand, dass es ein Übermaß an Altertum gibt, eine zu geballte Anhäufung erzählenden Steins, die ermüden kann: Dichterseelen lassen solch natürliches Erschlaffen nicht zu. Rom ist Auftrag, sich nicht von Erinnerung an jene Geschichte abbringen zu lassen, die uns trägt, ist Order, Schönheiten zu beschwören. Bei ...

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