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Trostloser Leerlauf Ehe

In »Es war die Lerche« streitet im Stadtbad Steglitz das alte Paar Romeo und Julia

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Beziehungsstress bei Romeo und Julia

Durch wohnlich eingerichtete Räume wird man geführt, ehe man Romeos und Julias Küche erreicht. Dort, in der Alten Wäscherei des Stadtbads Steglitz, hausen sie nun seit 29 Jahren. Denn in Abwandlung des tragischen Endes bei Shakespeare sind sie nicht gestorben, haben geheiratet, tragen schwer an den Folgen dieses Irrtums. So jedenfalls will es Ephraim Kishon in seinem 1973 zu Tel Aviv uraufgeführten Stück, das als Gedankenexperiment fürs Theater durchspielt, was mit den unsterblichen Verliebten wäre, wenn sie nicht gestorben und somit sterblich wären. Da lungern sie herum: Julia mit ihrer Blondperücke hat den Kopf auf dem Tisch gelagert, Romeo, auch er in die Jahre gekommen, schläft rückgelehnt. Der Morgenkaffee schmeckt so scheußlich wie einst das Gift, keift er, weil wir uns keine Magd leisten können, gibt sie zurück. Dass er sich für sie einst beinah umgebracht hätte, interessiert sie nicht mehr. Auch die Eltern sind über die Liaison...


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