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Wortgewandt

  • Von Nissrine Messaoudi
  • Lesedauer: 1 Min.

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Kultivierte Worte zu finden, ist nicht immer leicht. Bei Politikern geht man eigentlich davon aus, dass sie ihren Gedanken sprachlich dem Gegenstand angemessen Ausdruck verleihen können – fälschlicherweise. Ein Paradebeispiel ist der viel zitierte Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD). Ausgerechnet bei der Diskussion des Integrationsgesetzes im Abgeordnetenhaus bezeichnete er den Entwurf wiederholt als »bürokratisches Pillepalle«. Wer für Migranten bessere Sprachbildung fordert, sollte mit gutem Beispiel voran gehen und nicht gerade mit »Pillepalle«.

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Wortgewandter zeigte sich im Abgeordnetenhaus hingegen ein anderes Mitglied der SPD. Nein, nicht etwa der Bildungssenator, sondern Innensenator Erhardt Körting. Als Grünen-Innenpolitiker Benedikt Lux den Vorschlag machte, die Weitergabe von Adressen durch die Meldebehörde auf zehn Euro zu erhöhen, um das Geschäft für Firmen weniger attraktiv zu machen, konterte Körting »Die Grünen können die Preise nicht aus Lux und Dollerei erhöhen.«

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