Ein Stammhaus für das Reisetheater

Die Landesbühnen Sachsen bespielen seit Jahrzehnten von Radebeul aus etliche Städte der Region

  • Von Sebastian Hennig, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nicht in der Landeshauptstadt Dresden sondern im kleinen Radebeul haben die Landesbühnen Sachsen ihren Hauptsitz. Das hat historische Gründe.

In Trümmern lagen 1945 in Dresden auch die Spielstätten. Das Bühnenleben verlagerte sich dorthin, wo noch Säle existierten, an die Peripherie der Stadt. Eine Gruppe spielfreudiger Theaterleute um den Opernsänger Emil Grotzinger lud nach Kriegsende in den Gasthof Gittersee, wo schon im August 1945 das erste festliche Opernkonzert aufgeführt wurden – bezeichnenderweise mit dem Chor »Wach auf ...« aus den Meistersingern. Auf sehr engem Raum wurden in der Folge erstaunlich anspruchsvolle Werke realisiert. Die »Volksoper Dresden« wurde dann in die »Landesoper Sachsen« übernommen, die seit Beginn des Jahres 1950 im Staatshaushalt der DDR Berücksichtigung fand.

Das Problem Dresden

Mit dem Ausbau des Gasthauses »Goldene Weintraube« inmitten von Radebeul wurde für die Spielzeit 1950/51 eine hinreichend große Spielstätte geschaffen. Carl Maria von Webers »Freischütz« war vor sechzig Jahren die erste Premiere am neuen Hauptquartier.

Die ver...


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