Und sie bewegt sich doch

  • Von Ernst Röhl
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Warum denn nicht gleich so! Monatelang verharrte die Kanzlerin in Schockstarre. Wie Meister Lampe, der gemeine Feldhase, duckte sie sich in die Furche und ahmte das Geräusch des Grünkohls nach. Doch jetzt geht’s los, jetzt geht’s lo-hooooos! Jetzt wird regiert, dass die Schwarte kracht.

Tatendurstig kündigte sie den Herbst der Entscheidungen an: »Wir werden ja dafür gewählt, dass wir handeln.« Bei ihren Projekten dreht sich’s um »Entscheidungen, die in die Zukunft reichen«, und das kann richtig teuer werden, Kameraden. Aus vollem Herzen stimmt der frisch verehelichte Dr. Westerwelle in die Drohung ein und bekräftigt wortwörtlich die Merkelsche Sprachregelung: »Das ist der Herbst der Entscheidungen!«

Derzeit regiere die Kanzlerin sich, schwärmt die »Welt«, in einen regelrechten Rausch hinein. Sie schnürt ein Sparpaket nach dem anderen. Wir müssen sparen, sagt sie sich; das Beste wird sein, wir fangen bei den kleinen Le...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.