Falsche Produkte am falschen Ort

Regierungsbericht zur deutschen Einheit beruht auf Halbwahrheiten und verbreitet Illusionen

Wie jedes Jahr veröffentlichte die Bundesregierung auch in diesem Jahr einen Bericht zum Stand der deutschen Einheit, der schnell wieder von der politischen Bühne verschwunden war. Er enthält aber auch neue Akzente und Argumente, die es zweckmäßig erscheinen lassen, ihn etwas näher zu betrachten.

Zur Charakterisierung der Ausgangslage 1990 für die wirtschaftliche Erneuerung genügen den Autoren wenige Zeilen. Diese enthalten eine Sammlung von Halbwahrheiten und Entstellungen der widersprüchlichen wirtschaftlichen Entwicklung der DDR: völlig ineffiziente Wirtschaft, hohe verdeckte Arbeitslosigkeit, ein Sozialismus der dazu führt, dass Substanz verzehrt wird, anstelle Substanz aufzubauen. Und »Die falschen Güter wurden in den falschen Mengen und an den falschen Orten produziert.« Insbesondere die letzten beiden Aussagen sind an Absurdität kaum zu überbieten. Es ist nicht allzu viel ökonomischer Sachverstand notwendig, um zu begreifen, dass eine Gesellschaft nicht über 40 Jahre durch Verzehr der Substanz existieren kann.

Zahlungsunfähigkeit der DDR nicht mehr behauptet

Warum soll es falsch gewesen sein, Kapazitäten z .B. des Schiffbaus in den Ostseestädten Rostock, Stralsund, Wismar, des Werkzeugmaschinenbaus an den traditionellen ...

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