Afrikas Jahrhundert lässt auf sich warten

17 afrikanische Kolonien erlangten 1960 die formelle Unabhängigkeit / Der Kontinent ist nach wie vor Rohstofflieferant und selbst bei hohen Preisen fällt für die Normalbevölkerung wenig ab

  • Von Marc Engelhardt, Nairobi
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Afrika hat das erste halbe Jahrhundert seiner Unabhängigkeit schlecht genutzt. An die Stelle der Kolonialherren traten vielerorts noch brutalere einheimische Diktatoren. Der Westen trägt dafür Mitverantwortung. Heute gibt es Wachstum, doch oft auf Kosten der Menschenrechte.

Es sollte Afrikas Jahrhundert werden: Als 1960 siebzehn afrikanische Staaten in die Unabhängigkeit entlassen worden, war die Zeit der Kolonien endgültig vorbei – auch wenn es in einigen Ecken noch Jahrzehnte dauern sollte, bis die neue Realität von allen anerkannt wurde. Der brillante Redner Patrice Lumumba, der aus ärmlichen Verhältnissen 1960 zu Kongos Premierminister aufstieg, war eine der Gallionsfiguren des freien Afrikas. Er forderte, das Volk müsse vom kongolesischen Ressourcenreichtum profitieren – und wurde für diese angeblich sozialistischen Umtriebe nur Monate nach seiner Ernennung ermordet. Nicht nur der Geheimdienst der ehemaligen Kolonialmacht Belgien, auch die amerikanische CIA waren an der Hinrichtung und dem Putsch des späteren Alleinherrschers Mobutu Sese Seko beteiligt.

Brutaler als zu Kolonialzeiten

Lumumba blieb nicht das einzige Opfer. Der Ghanaer Kwame Nkrumah, Fürsprecher eines geeinten Afrikas, wurd...

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